Frida von Bülow und Hans Heinrich Leopoldi

Literarische Inspiration oder Forscher zur Schweriner Stadtgeschichte

Betreten wir den Friedhof am Obotritenring vom Eingang neben dem Verwaltungsgebäude, so treffen wir nach wenigen Schritten unter einer großen Kastanie auf die Grabplatte mit dem Namen Frida von Bülow. Sie war eine der Töchter des Festungskommandanten von Dömitz, Oberstleutnant Christian von Bülow, und die Jugendliebe Fritz Reuters. Die Gedenktafel, die darauf hinweist, stellt somit gewissermaßen auch eine Würdigung des bedeutendsten niederdeutschen Schriftstellers dar.

Wir wollen diesen Umstand dankbar zur Kenntnis nehmen, denn leider zeigen sich Hinweise auf Fritz Reuter in der Landeshauptstadt insgesamt nur spärlich. Eine weitere Gedenktafel finden wir am Haus der Gaststätte „Zur Quelle“ in der Schusterstraße. In diesem Haus wohnte der Dichter als Mitglied des Reformvereins Stavenhagen, als er am außerordentlichen Landtag 1848 teilnahm. 
Ähnliche Gedenktafeln in der Altstadt erinnern an bemerkenswerte Ereignisse oder weisen auf das Wirken von Persönlichkeiten in Schwerin hin. Wir verdanken sie dem Stadtarchivdirektor Hans Heinrich Leopoldi. Als Regionalforscher, Bezirksvorsitzender des Kulturbunds und langjähriger Direktor des Stadtarchivs Schwerin prägte er das Kulturleben der Stadt mit. Seinem Wirken ist es auch zu danken, dass das Stadtarchiv nach unerfreulichen Provisorien 1949 in den Demmlerschen Torhäusern am Platz der Jugend ein angemessenes Domizil fand. Seine Forschungsergebnisse während der Tätigkeit als Stadtarchivar fasste Leopoldi in seiner Publikation „Die Revolution 1848 in Schwerin“ zusammen. Die letzte Ruhestätte von Hans Heinrich Leopoldi finden wir am Neuen Weg auf der linken Seite, einige Meter hinter der Grabstätte von Richard Spethmann.

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Obotritenring 247
19053 Schwerin