Carl Malchin

Vom Landvermesser zum Landschaftsmaler und Restaurator

Wenden wir uns nun den Gradfeldern 10 und 13b zu. Sie werden durchschnitten vom Neuen Weg, einer schnurgerade verlaufenden Lindenallee. Hier treffen wir auf eine Vielzahl von Grabstätten, die zum Verweilen und zu näherer Betrachtung Veranlassung geben. Der Neue Weg macht bald nachdem wir ihn betreten haben eine leichte Linksbiegung. Wenige Schritte danach fällt uns im Feld 13b eine spitze Weggabelung auf. Dort finden wir die Grabstätte des Landschaftsmalers Carl Malchin.  Carl Malchin wurde am 14. Mai 1838 in Kröpelin als Sohn eines Senators geboren. Er starb am 23. Januar 1923 in Schwerin. 

Mit seinem Studium bereitete er sich zunächst auf den Beruf eines Landvermessers vor. Daneben ging er sowohl in München als auch nach beendetem Studium in Schwerin in der Freizeit seinen künstlerischen Ambitionen nach. Seine Skizzen, Zeichnungen und Malversuche, in denen er vorwiegend Landschaften darstellte, fanden Anerkennung, erregten teilweise sogar Aufsehen. Auch Theodor Schloepke wurde auf ihn aufmerksam, nahm sich seiner an und verhalf ihm zu einem Stipendium, wodurch ihm ein mehrjähriges Studium an der Kunstschule in Weimar ermöglicht wurde. Danach betraute man ihn mit dem Posten eines Restaurators in der großherzoglichen Gemäldegalerie, einem Amt, dass er bis 1915 innehatte. Obgleich Malchin zunächst nur geringes Interesse für die Freilichtmalerei zeigte, wurde sein Schaffen doch bahnbrechend für die mecklenburgischen Landschaftsmaler. Kaum ein anderer Künstler schuf ein so vielfältiges und naturgetreues Abbild mecklenburgischer Landschaften für die Nachwelt. Das war auch der Beweggrund dafür, dass man ihm 1890 den Professorentitel zuerkannte. Das Staatliche Museum Schwerin kann sich glücklich schätzen eine so beeindruckende Vielfalt an Landschaftsbildern aus dem Nachlass von Carl Malchin zu besitzen.

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