Friedrich Schlie

Der erste Direktor des Schweriner Museums erklärte die Schweriner Kunstsammlungen zu seiner Lebensaufgabe

Unterhalb des Hanges macht der Weg nun eine Rechtsbiegung. Bald danach stehen wir an einer von einer hohen Lebensbaumhecke umgebenden Grabstelle des Kunsthistorikers Friedrich Schlie. Am 12. Dezember 1839 wurde er als Sohn eines Volksschullehrers in Brühl geboren. Im Beruf wollte er dem Vater folgen. Doch schon während der Schulzeit zeigten sich seine besonderen Neigungen für Kunst und Kunstgeschichte.

Nach dem Studium in Rostock und München, das er mit der Promotion abschloss, nahm Schlie zunächst eine Lehrstelle in Waren an, wo er bemüht war, seinen Schülern kunstgeschichtliches Wissen zu vermitteln. 1877 siedelte Schlie nach Schwerin über und unterrichtete am Gymnasium. Daneben übernahm er ehrenamtlich die Leitung der Schweriner Kunstsammlungen. Aber schon 1878 wurde daraus eine Lebensaufgabe. Als 1882 das Museumsgebäude am Schweriner Alten Garten fertiggestellt war, wurde Professor Doktor Friedrich Schlie der erste Direktor dieser Einrichtung. Mit großem organisatorischem Talent und kunsthistorischen Verständnis widmete er sich dieser Aufgabe. Intensive Forschungen führten zur Inventarisierung der Kunst- und Geschichtsdenkmäler des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin, die Schlie 1902 beendete. Am 21. Juli des gleichen Jahres schloss er in Kissingen für immer die Augen. Das Schlossmuseum Schwerin besitzt einen von Louis Schmidt geschaffenes Portrait aus dem Jahre 1888.

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