In unmittelbarer Nähe befindet sich auf der anderen Seite des Weges der Grabstein des Verlegers und Buchhändlers Ludwig Davids. Er wurde am 18. Oktober 1858 in Schwerin geboren und starb hier auch am 7. August 1920. Als Inhaber eines erfolgreichen Unternehmens in Schwerin ist er besonders durch die Herausgabe der Geschichte der Stadt Schwerin, geschrieben von Historiker Wilhelm Jesse, bekannt geworden.
Daneben brachte Davids plattdeutsche Literatur heraus und wurde der erste Verleger Rudolf Tarnows. Die erbittert in Schwerin und Rostock ausgetragene Pressefehde zwischen Befürwortern und Gegnern Tarnowscher Leuschendichtung beeindruckte ihn nicht. Der Erfolg hat ihm Recht gegeben. Bis zu seinem Tode erschienen im Verlag von Ludwig David 62.000 Exemplare Tarnowscher Burrkäwers. Später erwarb der Hinstorff Verlag Wismar die Rechte und brachte bis 1932 weitere 90.000 Exemplare in den Handel. Die Erfolgszahlen widerlegten, dass Tarnow mit seiner Leuwschen Dichtung nicht nur der ernsten, sondern jeder guten plattdeutschen Literatur viel Schaden getan, indem sie den Geschmack des Publikums verdarb und in weiten Kreisen den Eindruck erweckte, das Plattdeutsche sei nur für Komik brauchbar. Details über Leben und Werk des Verlegers vermittelt das Buch „Davids Enkel“ aus dem Demmler Verlag Schwerin.