Das Heizkraftwerk Lankow

Einspeisepunkt und Backup für den Winter

Am Energiestandort Lankow der Stadtwerke Schwerin befindet sich – neben dem Geothermie-Heizwerk und der Brunnenstube – auch das Heizkraftwerk Lankow, kurz HKW Lankow genannt. Seit 1994 versorgt die Anlage Schwerin mit Fernwärme und Strom. Das HKW hat eine Fernwärmeleistung von 22 Megawatt und arbeitet im umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplungs-Verfahren. Unter Einsatz des Primärenergieträgers Erdgas werden also gleichzeitig Strom und Fernwärme produziert. Deshalb ist die Ausnutzung des eingesetzten Erdgases besonders hoch.

Das frisch modernisierte HKW Lankow erzeugt selbst Wärme und Strom, ist darüber hinaus aber auch für die grüne Wärme aus dem Geothermie-Heizwerk wichtig. Dort wird die Temperatur des Fernwärmewassers in den vier Wärmepumpen auf bis zu 82 Grad Celsius erhöht. Das ist für den Sommerbetrieb des Schweriner Fernwärmenetzes ausreichend – allerdings muss es dafür erst einmal in das Fernwärmenetz gelangen. An diese Stelle kommt das HKW Lankow ins Spiel. Denn hier ist bereits eine Anbindung zum Einspeisen von Fernwärme vorhanden. Diese wird auch für die grüne Wärme aus Geothermie genutzt.

Abhängig von der Außentemperatur beträgt die Vorlauftemperatur im Fernwärme-Primärnetz zwischen 80 Grad Celsius im Sommer und bis zu 130 Grad Celsius, wenn es sehr kalt draußen ist. In den Wintermonaten kommt dem HKW Lankow also eine weitere Bedeutung zu: Hier wird das 82 Grad Celsius warme Fernwärmewasser aus dem Geothermie-Heizwerk bei Bedarf weiter erhitzt und dann in das Netz eingespeist.

Das HKW Lankow wurde bis Ende 2023 grundlegend modernisiert. Durch den Einbau modernster Technik verringern sich seine Emissionswerte. Auch der Jahreswirkungsgrad verbessert sich merklich, um fast zehn Prozent – was wertvolle Ressourcen bei gleichbleibender Leistung einspart. Die neue Gasturbine kann schon jetzt mit bis zu zehn Prozent Wasserstoff betrieben werden; nach einer Umrüstung kann der Wasserstoffanteil sogar 20 Prozent betragen.

Der weitere Ausbau erneuerbarer Energiequellen für Wärme und Strom ist ein fester Bestandteil der Ausbaustrategie der Stadtwerke Schwerin. Die wichtigste Aufgabe des kommunalen Unternehmens ist jedoch auch in Zeiten der Wärmewende und der tiefgreifenden Transformation des Energiemarktes eine sichere Versorgung. Daher bilden die beiden Heizkraftwerke in Lankow und Süd eine notwendige Basis, bis neue, erneuerbare Anlagen im stabilen Betrieb ans Netz gehen können.

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