Der Bergahorn
(Acer pseudoplatanus)

Der Baum mit den fliegenden Nasenpropellern

Der Bergahorn wächst vor allem in Gebirgsregionen. Im Harz und im Erzgebirge findet man ihn bis etwa 900 Meter Höhe, in den Alpen sogar bis etwa 2.000 Meter. Dass hier in Lankow also ein Bergahorn steht, ist etwas sehr Besonderes! Seine Rinde ist schuppig und oft von Moosen und Flechten bewachsen. Dadurch wirkt der Stamm manchmal etwas zottelig. In manchen Gegenden nennt man den Baum deshalb auch Rübezahl.

Die Blätter des Bergahorns sind wie eine Hand geformt – schaut es euch an! Sie unterscheiden sich von anderen Ahornarten: Ihre Spitzen sind eher stumpf und die Blätter sind größer als beim Feldahorn.

Besonders auffällig sind die Früchte des Ahorns. Sie besitzen einen Flügel. Wenn sie vom Baum fallen, beginnen sie sich im Wind zu drehen. So können sie bis zu 125 Meter weit vom Mutterbaum weggetragen werden. Manche Kinder stecken sich diese Früchte sogar auf die Nase. Ihr vielleicht auch?

Der Bergahorn bietet vielen Lebewesen einen Lebensraum: Vögel, Insekten, Pilze und Misteln nutzen den Baum. Auch einige Schmetterlinge tragen seinen Namen, zum Beispiel der Ahorn-Spinner. Tiere wie Eichhörnchen, Mäuse oder Kernbeißer fressen seine Nussfrüchte.

Das Holz des Bergahorns ist bei Förstern sehr beliebt. Es ist hart, lässt sich aber gut verarbeiten. Daraus werden unter anderem Musikinstrumente hergestellt, zum Beispiel Gitarren oder Panflöten.
In alten Vorstellungen galt der Ahorn als Baum, der Harmonie und Ruhe bringt und sogar Hexen und böse Geister vertreiben kann.

Wichtige Zahlen zum Bergahorn

Dieser Baum wurde im Jahr 2025 gemessen. Er war etwa 8 Meter hoch und hatte einen Stammumfang von 31 Zentimetern. In seinem Holz speichert er ungefähr 218 Kilogramm Kohlenstoff. Jedes Jahr bindet er etwa 19 Kilogramm CO₂, was etwa den Schadstoffen einer 174 Kilometer langen Autofahrt entspricht. Außerdem hält er rund 400 Liter Regenwasser zurück und filtert etwa 369 Gramm Feinstaub aus der Luft. Dabei produziert er jährlich ungefähr 51 Kilogramm Sauerstoff – genug für den Atembedarf eines Erwachsenen für etwa 83 Tage.

 

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Mitarbeiter in der Werkstatt von LOEWE Orthopädietechnik arbeitet an einem Kinderrollstuhl, im Hintergrund Regal mit Werkzeug