Der Spitzahorn ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und wächst besonders gern im Tiefland. Auch in Kleinasien und in Nordamerika findet man Ahornarten. In Kanada ist der Ahorn sogar ein nationales Symbol. Auf der Flagge des Landes ist ein rotes Ahornblatt zu sehen, das die weiten Landschaften Nordamerikas repräsentiert.
Die Blätter des Spitzahorns besitzen fünf bis sieben Lappen mit deutlich zugespitzten Enden. Im Herbst färben sie sich gelb, rot und orange. Die Wälder in Nordamerika leuchten dann regelrecht im Herbst – diese Zeit wird dort „Indian Summer“ genannt.
Doch fangen wir im Frühling an: Die gelbgrünen Blüten stehen oft schon am Baum, bevor die neuen Blätter wachsen. Sie stehen in aufrechten Gruppen und bieten früh Nektar und Pollen für Insekten.
Die Früchte des Spitzahorns bestehen aus zwei Flügeln, die seitlich abstehen. Wenn sie vom Baum fallen, können sie durch den Wind weit verbreitet werden. Wie beim Bergahorn, der auch hier in Lankow steht, könnt ihr die Enden der Flügel auseinander pulen und auch auf die Nase setzen. Sieht lustig aus, oder?
Die Rinde ist bei jungen Bäumen glatt und hellbraun. Mit zunehmendem Alter wird sie dunkler und entwickelt längliche Risse.
In Deutschland wachsen drei heimische Ahornarten: Feldahorn, Bergahorn und Spitzahorn. Ein besonderes Merkmal des Spitzahorns ist der weiße Milchsaft, der austritt, wenn ein Blatt verletzt wird.
Im alten Volksglauben galt der Ahorn als Schutz vor Hexen. Außerdem meinte man früher, dass besonders große Ahornblätter auf eine reiche Ernte hindeuten.
Wichtige Zahlen zum Spitzahorn
Dieser Baum wurde im Jahr 2025 vermessen. Er ist etwa 9 Meter hoch und hat einen Stammumfang von 60 Zentimetern. In seinem Holz speichert er rund 1202 Kilogramm Kohlenstoff. Zusätzlich nimmt er jedes Jahr etwa 43 Kilogramm CO₂ aus der Luft auf – ungefähr so viel wie bei einer 394 Kilometer langen Autofahrt entsteht. Außerdem hält er rund 800 Liter Regenwasser zurück und filtert etwa 717 Gramm Feinstaub aus der Luft. Durch Photosytnthese produziert er etwa 114 Kilogramm Sauerstoff pro Jahr. Damit kann ein Erwachsener für ungefähr 185 Tage atmen.