Der Urwelt-Mammutbaum
(Metasequoia glyptostroboides)

Der Zeitreise-Baum aus China

Der Urwelt-Mammutbaum stammt ursprünglich aus China. Sein Name verrät schon etwas sehr Besonderes: Er gilt als lebendes Fossil. Forscher fanden Überreste dieses Baumes in sehr alten Ablagerungen aus dem Tertiär-Zeitalter, die etwa 65 Millionen Jahre alt sind. Das kann man sich kaum vorstellen, oder?

Lange Zeit dachte man, diese Baumart sei ausgestorben. Doch im Jahr 1941 entdeckten Botaniker in China einige lebende Exemplare. Die Nachricht verbreitete sich schnell, und viele Menschen waren begeistert, dass diese alte Baumart noch existiert. Samen und Stecklinge wurden gesammelt und in vielen Teilen der Welt angepflanzt, so offenbar auch hier in Lankow.

Doch nicht nur seine weit zurückliegende Geschichte ist eine Besonderheit dieses Baumes, nein: Der Urwelt-Mammutbaum gehört zu den wenigen Nadelbäumen, die im Winter ihre Nadeln verlieren.

Wichtige Zahlen zum Urwelt-Mammutbaum

Im Jahr 2025 wurde dieser Baum vermessen. Er war etwa 11 Meter hoch und hatte einen Stammumfang von 51 Zentimetern. In seinem Holz speichert er ungefähr 333 Kilogramm Kohlenstoff. Zusätzlich bindet er jedes Jahr etwa 13 Kilogramm CO₂, was ungefähr den Emissionen einer 119 Kilometer langen Autofahrt entspricht. Außerdem kann er jährlich etwa 300 Liter Regenwasser zurückhalten. Seine Nadeln filtern rund 314 Gramm Feinstaub aus der Luft. Gleichzeitig entstehen durch Photosynthese etwa 35 Kilogramm Sauerstoff im Jahr – genug für den Atembedarf eines Erwachsenen für ungefähr 57 Tage.

 

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Baumlehrpfad
in Lankow

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Mitarbeiter in der Werkstatt von LOEWE Orthopädietechnik arbeitet an einem Kinderrollstuhl, im Hintergrund Regal mit Werkzeug