Schaut euch diesen Baum einmal genau an. Er sieht spannend aus und kann auch eine Menge interessanter Dinge. Die Platane stammt ursprünglich nicht aus Europa. Sie ist eine Kreuzung aus der Amerikanischen und der Morgenländischen Platane. Nach Deutschland kamen die ersten Platanen Mitte des 18. Jahrhunderts. Und jetzt geht mal näher ran.
Vielleicht fällt euch etwas am Stamm auf? Wenn eine Platane älter wird, beginnt ihre Borke jedes Jahr ein Stück abzublättern. Dadurch entsteht ein geflecktes Muster aus helleren und dunkleren Flächen.
Die Blätter wiederum geben einen Hinweis auf den Namen des Baumes. Sie haben zugespitzte Blattränder und erinnern so an die Blätter eines Ahorns.
Im Frühling bilden sich kleine rötliche Blüten. Daraus entstehen kugelige Früchte, die oft den ganzen Winter über am Baum hängen bleiben und erst im nächsten Frühjahr herunterfallen. Doch nicht nur das Aussehen des Baumes ist cool!
Die Platane ist eine echte Überlebenskünstlerin: Selbst unter schwierigen Bedingungen – zum Beispiel in Städten, wo es viel Verkehr gibt, und wo der Boden verdichtet ist – kann sie gut wachsen und sehr groß werden. Sie gilt als widerstandsfähig gegenüber Abgasen.
Und sie hat noch einen super Trick drauf: Wenn ein Ast von Pilzen befallen wird, kann der Baum ihn einfach abschotten und abwerfen, bevor sich die Krankheit weiter ausbreitet. Dort, wo solche Äste einmal waren, entstehen kleine Höhlungen. Für Vögel oder kleine Säugetiere können diese Stellen ein guter Unterschlupf sein.
Wichtige Zahlen für die Ahornblättrige Platane
Dieser Baum in Lankow wurde im Jahr 2025 vermessen. Damals war er schon mehr als 12 Meter hoch und sein Stamm hatte einen Umfang von 50 Zentimetern. Vielleicht habt ihr ein Maßband mit und schaut mal nach, wie dick der Stamm jetzt ist!
In seinem Holz, seinen Ästen und Wurzeln speichert die Ahornblättrige Platane ungefähr 441 Kilogramm Kohlenstoff. Jedes Jahr nimmt der Baum außerdem etwa 13 Kilogramm CO₂ aus der Luft auf – das ist ungefähr so viel, wie bei einer 119 Kilometer langen Autofahrt entsteht. Gleichzeitig kann der Baum etwa 800 Liter Regenwasser zurückhalten.
Und seine Blätter wirken wie ein Filter: Sie sammeln Jahr für Jahr rund 728 Gramm Feinstaub aus der Luft und produzieren ungefähr 33 Kilogramm Sauerstoff – das ist so viel, wie ein Erwachsener braucht, um 53 Tage lang gut zu atmen.