Die Sal-Weide
(Salix caprea)

Der Frühlingsbaum für hungrige Insekten

Die Sal-Weide ist in ganz Europa verbreitet und wächst sogar bis nach Asien in den Kaukasus. Viele Weiden wachsen gern an feuchten Orten. Die Sal-Weide ist jedoch etwas anpassungsfähiger. Sie kann auch außerhalb von Auen oder Sümpfen wachsen, solange der Boden frisch und nährstoffreich ist.

Man findet sie häufig auf offenen Flächen, zum Beispiel auf Brachflächen, Schutthalden oder nach Kahlschlägen im Wald. Deshalb gehört sie zu den Pionierpflanzen.
Die Sal-Weide blüht besonders früh im Jahr. Schon Anfang März erscheinen die oft die ersten Blütenstände. Für viele Insekten ist das eine wichtige Nahrungsquelle nach dem Winter. Dazu gehören zum Beispiel Hummelköniginnen oder Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge und der Kleine Fuchs.
Die Sal-Weide wird meist etwa 60 bis 80 Jahre alt. Wenn ein Baum gefällt wird, kann aus dem verbleibenden Stamm oder aus den Wurzeln wieder ein neuer Trieb wachsen. Deshalb kann es sein, dass der Wurzelstock viel älter ist als die Stämme, die daraus wachsen.

Das Holz anderer Weiden ist biegsam – das nutzten schon die Ägypter und verwendeten die langen Zweige für Fischernetze oder zum Flechten von Körben. Auch die Rinde ist bekannt, weil sie Stoffe enthält, die wie Medizin wirken können und zum Beispiel Schmerzen lindern oder Fieber senken sollen.

Wichtige Zahlen zur Sal-Weide

Dieser Baum wurde im Jahr 2025 vermessen. Er ist etwa 10 Meter hoch und sein Stamm hat einen Umfang von 70 Zentimetern. In seinem Holz sind ungefähr 1342 Kilogramm Kohlenstoff gespeichert. Außerdem hält der Baum etwa 600 Liter Regenwasser zurück. Seine Blätter sammeln rund 526 Gramm Feinstaub aus der Luft. Durch Photosynthese entstehen etwa 3,5 Kilogramm Sauerstoff pro Jahr, was dem Atembedarf eines Erwachsenen für ungefähr 6 Tage entspricht.

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Mitarbeiter in der Werkstatt von LOEWE Orthopädietechnik arbeitet an einem Kinderrollstuhl, im Hintergrund Regal mit Werkzeug