Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie

Statue aus Keramik von Dörte Michaelis, 2008

Freund oder Feind. Gut oder böse. Links oder rechts. Schwarz oder weiß. Normal oder unnormal.
Das wäre zu einfach. Zu „das geht mich nichts an“. Zu „das ist doch lange her“. 
Doch: Was vergangen, darf nicht vergessen – daran erinnert die etwa zehn Meter lange Zeitachse des Kunstwerkes aus farbigen Stelen. Die Künstlerin wählte bewusst die zunächst fröhliche Anmutung der Gedenkstätte, da sie das für die Nähe zum Krankenhaus als angemessen befand.
Erst, wenn sich der Betrachter näher mit der Anlage beschäftigt, versteht er die Hintergründe. Ein großer Kreis aus Kieseln dient als Spotlight, der Blick fällt sodann auf schwarze Stümpfe inmitten der bunten Anordnungen. Sie stehen für die Opfer des Nationalsozialismus und etwa 1.000 Krankenhausmorde. Die Frage danach, was denn nun normal und was unnormal sei – soll unbeantwortet bleiben. Das Werk besticht durch Farben. Vielfalt. Und keine klaren Muster. Denn auch das Leben folgt keinem klaren Muster, sondern nimmt verschiedene Wege.

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