Seit 1979 befindet sich das Kunstwerk Herr´n Pastor si´n Kau auf dem Schlachtermarkt. Es besteht aus einem gemauerten Backsteinbrunnenbecken, einer gemauerten Säule mit einem umlaufenden bronzenen Reliefband. Obenauf thront eine Tierplastik – eine Kuh, ebenfalls aus Bronze.
Das Relief zeigt Motive nach dem gleichnamigen niederdeutschen Volkslied „Van Herrn Pastor siene Kauh“, dessen älteste Quelle bis in das erste Jahrhundert zurückreicht. Sein Ursprung entstammte der literarischen Episode „Das Gastmahl des Trimalchio“ aus dem satirischen Roman Satyricon, geschrieben vom römischen Senator und Schriftsteller Titus Petronius.
Das plattdeutsche Volkslied ist ein heiterer bis trauriger, schalkhaft und spöttischer Rundgesang und handelt von einer verendeten Kuh, die einem Pastor gehörte. Die Einzelteile des Tieres werden an die Bewohner eines Dorfes verteilt. Das Lied soll aus mehr als einhundert Strophen bestehen.
Das Glockenspiel des Schweriner Rathauses gibt den Anfang der Melodie des Volksliedes wieder.