Kristall

Statue aus Stahl von Harry Müller, 1982

Für den Bau dieser vier Meter hohen Kristall-Skulptur benötigte der Leipziger Künstler Chromnickelstahl. Für Handwerker in der DDR undenkbar! 

Eine internationale Verschwörung ermöglichte aber doch noch eine Lieferung des begehrten Materials. Ein Leipziger Metallurgiehandel bezog es aus der Sowjetunion, aus Schweden und sogar Japan. Auch Edelstahl „von drüben” wurde beschafft – über das sozialistische Bruderland CSSR. Das westdeutsche Prüfungszeugnis ging dabei komischerweise irgendwie verloren. Genauso spielen heute die bizarren Segmente und Durchbrüche der Skulptur im Licht-Schatten-Spiel zusammen.
Harry Müller benötigte vier Jahre bis zur Fertigstellung der Statue. Als sie schließlich auf dem Dreesch aufgestellt wurde, bediente sich eine Eisdiele im Gebäude dahinter am Namen. Die Eisbar „Eskimo“ bekam einen neuen Besitzer und öffnete fortan als „Eiskristall“ die Türen zur kühlen Köstlichkeit.

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