Seit 170 Jahren versorgen die Strom- und Gasnetze die Bürger der Landeshauptstadt sicher und zuverlässig mit Strom und Gas. Als kommunales Unternehmen der Landeshauptstadt nimmt die Netzgesellschaft Schwerin diese Verantwortung gegenüber den Bürgern seit dem 1. Oktober 2005 wahr.
Neben der Versorgungssicherheit garantieren wir allen Marktteilnehmern den transparenten, diskriminierungsfreien Zugang zu den Netzen. Die Landesregulierungsbehörde Mecklenburg-Vorpommern überwacht und reguliert uns dabei.
Strom und Gas im Lauf der Zeit
Strom und Wärme zu haben – das ist für die meisten Schweriner absolut selbstverständlich. Doch die Geschichte begann erst im Jahre 1855 mit dem ersten Gaswerk in der Stadt, gefolgt vom E-Werk 1904. Das notwendige Versorgungsnetz liegt seit nunmehr 20 Jahren in den Händen der NGS. „Wenn uns Bürger fragen, was wir tun, dann antworte ich: Wir tragen Sorge dafür, das immer Licht und Wärme in die Schweriner Haushalte gelangt“, so der Geschäftsführer der Netzgesellschaft Schwerin mbH (NGS) Christian Nickchen, ganz plakativ. Viel hat sich getan, damit das heute möglich ist: 1855 wurde das erste Gaswerk Schwerin in Betrieb genommen, um die Lübecker Straße über Gaslaternen zu erleuchten. Am 24.Dezember 1904 ging dann das erste Elektrizitätswerk an den Start und übernahm die Aufgaben des Gaswerkes für die Beleuchtung, das wiederum zu der Zeit die Wärmeversorgung übernahm. 1924 erfolgte die Gründung der Städtischen Werke als Vorläufer der Stadtwerke Schwerin. Bis 1939 standen bereits 9,8 Mio. Kilowattstunden Stromverbrauch auf dem Zähler. Eine massive Steigerung des Strom- und Gasverbrauchs erfolgte dann mit der Erschließung des Großen Dreesch 1971. Insgesamt wurden mehr als 20.000 Wohnungen für rund 60.000 Menschen gebaut und an das Versorgungsnetz angeschlossen – ein Meilenstein. Auch die Entwicklung Schwerins als Industriestandort beflügelte die Energiewirtschaft: Für eine Ansiedlung in Görries wurde ab 1974 das Umspannwerk in der Rogahner Straße errichtet. „Die Baustelle war grundsätzlich gut ausgestattet“, erinnert sich Herbert Ruhkieck, damaliger Betriebsingenieur Strom. „Nach Feierabend haben wir Schrauben und Unterlegscheiben weggeschlossen – das Material war begehrt.“
Mit Gründung der Stadtwerke war auch der Weg der NGS geebnet
1991 gründeten sich schließlich die Stadtwerke Schwerin, aus der 2005 wiederum die NGS als Tochter hervorging. Die jüngere Geschichte zeugt ab da von einem weiter wachsenden Versorgungsnetz, zum Beispiel durch den erhöhten Strombedarf mit Inbetriebnahme des Industriegebiets Göhrener Tannen. Zudem spiegelte 2016 die erste intelligente Ortsnetzstation der NGS im Stadtteil Lewenberg den stetigen Fortschritt wider. Damit war es erstmals möglich, die Trafostation digital zu überwachen, bei Störungen fernzusteuern und Spannungsanpassungen vorzunehmen. Eine besondere Herausforderung war die Erneuerung des Mittelspannungskabels durch den Neumühler See. Hier war nicht nur hervorragende Technik gefragt, sondern auch der Einsatz von Tauchern. Die autarke Stromerzeugung von Bürgern ist ebenfalls ein Meilenstein in der Arbeit der NGS – und das bereits seit 1995. Der Boom seit 2022 hält an. „Es ist an uns, den Netzbetrieb modern zu managen und weiter auszubauen“, so Christian Nickchen. „Wir werden dazu in die kommunale Wärmeplanung investieren – immer im Sinne unserer Verbraucher und der Nachhaltigkeit.“