Seit 1974 steht die bunte Mosaikplastik von Franz-Ulrich Poppe am Ufer des Burgsees an der Graf-Schack-Allee. Im Zuge der erstmaligen Neugestaltung wurde sie damals als Spielplastik auf eine kleine Terrasse gestellt. Gebürtige Schweriner werden sich daran erinnern, als Kind auf dem Beton herumgetollt zu haben.
Mit den Jahren verwilderte der Uferweg. Das Wildschwein verschwand im Dickicht und somit aus dem Blickfeld. Es geriet in Vergessenheit.
Die Planungen zur Bundesgartenschau 2009 brachten die Plastik dann wieder ins Gespräch. Die Uferzone des Burgsees sollte zur Schlosspromenade werden und so stellte sich die Frage, was mit dem Wildschwein passieren sollte. Denn zwischenzeitlich hatte es im Gebüsch selbst arg gelitten. Die Entscheidung fiel: Das Tier gehört auf die Schlosspromenade und muss erhalten werden. So wurde das beschädigte und verschmutzte Wildschwein vom Künstler restauriert und 2008 – nur wenige Meter von seinem angestammten Platz entfernt – wieder aufgestellt. Es ist zwar keine ausgewiesene Spielplastik mehr, doch als verspielter Blickfang oder als lieb gewonnene Erinnerung hat das Wildschwein seinen Platz in Schwerin behaupten können. Und das eine oder andere Kind wird sicherlich noch einmal für ein Foto auf seinem Rücken platziert.